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Reiseleitung in Ungarn, in Budapest - Ihr Partner für die Ungarnreise Letzte Aktualisierung am 4. September 2010 |
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Esztergom, Visegrád, Szentendre
Zeitdauer von Budapest etwa 8-9 Stunden
Budapest verlassend fahren wir duch die Pilis-Gebirge, unser erstes Ziel ist Esztergom. Unterwegs erfahren wir viel von der Reiseleitung über die Landschaft und es wird uns aufmerksam, das wir in mehreren kleinen Dörfern deutschsprachige Ortschaftschilder finden. Die Vorfahren von vielen Einheimischen wanderten aus schwäbischen Gebieten aus und siedelten sich in Ungarn, teilweise in diesen Siedlungen an.
Nach einer stündigen Fahrt kommen wir in Esztergom an. Diese Stadt machte der Fürst Géza gegen 960 zu seinem Wohnort. Zu Weihnachten des Jahres 1000 fand hier die Krönung seines Sohnes vom Staatsgründer von Ungarn vom König Stefan statt. Der heilige Stefan baute von hier aus die ungarische Kirchenorganisation auf. Die Erzbischöfliche Kathedrale von Esztergom ist bis zum heutigen Tag der Sitz für die katholische Kirche in Ungarn. Im Krypta wurden Erzbischöfe bestattet, unter ihnen finden wir die sterblichen Überreste vom Kardinal József Mindszenty. Er war in Österreich in Mariazell beigesetzt und dann 1991 in seine Heimat überführt worden ist. Seine in aller Welt bekannte Heldenhaftigkeit führte auch den Papst JohannesPaul II. zu einem Gebet hierher.
Nach einer gemütlichen Mittagspause bewundern wir das Donaupanorama in Visegrád. Nach den blutigen mongolischen Kriegen wurde über der Donau diese Zitadelle aufgebaut. 1335 kam es hier zum berühmten Gipfel der Könige, wozu der ungarische König, Karl I. den tschechischen Herrscher Johann, den polnischen König Kasimir, den mährischen Markgrafen Karl, den bayerischen Herzog Heinrich von Wittelsbach und den sächsischen Herzog, Rudolf einlud. Sie brachten eine Vereinbarung, die die wirtschaftliche Unabhängigkeit der betroffenen Länder von Wien und den westlichen Händlern garantierte.
1440 spielte sich hier in Visegrád eine wahre Kriminalgeschichte ab, als die Mutter des später tragisch verstorbenen Ladislaus V. für seinen Sohn die Ungarische Heilige Krone stehlen ließ und sie später zusammen mit der Stadt Sopron bei ihrem Onkel, dem deutschen Kaiser Friedrich III. verpfänden ließ. Dem Renaissance-König Mathhias gelang es erst 1463 die Krone zu einem hohen Preis von 80 Tausend Goldstücke zurückzugewinnen. Danach wurde die ungarische Krone bis 1529 wieder in Visegrád aufbewahrt.
Als Erste in Ungarn wurde in Visegrád eine Sommerrodelbahn gebaut, die man von der Hochburg zu Fuß in 5 Minuten erreicht kann. Die 700 m lange Bahn mit vielen Kurven bietet Ihnen in allem Alter ein sonderbares Vergnügen.
Am Nachmittag besuchen wir die ehemalige Künstlerstadt Szentendre. Hier gibt's eine lange Reihe von Galerien und Austellungen, da gibt's sogar ein Marzipanmuseum auch! Szentendre wurde vor etwa 300 Jahren mit reichen serbischen Familien angesiedelt und in der jetztigen Form ausgebaut. Da lebt heute noch eine Kolonie von Serben, in den ortodoxen Kirchen (die in Ungarn Raritäten sind) werden regelmeßig Gottesdienste gehalten.
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